Trockenes Auge: Ursachen, Prävention und Behandlung

Berlin, 27. July 2009

Immer mehr Deutsche leiden unter trockenen Augen. Wird das Problem nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können langfristig Schäden am Auge entstehen. Julia Heymanns, Optometristin des AUGENTIS Augenlaserzentrums Berlin erklärt die Ursachen, die Behandlung und gibt Tipps zur Prävention.

Das Auge juckt, brennt, ist gerötet, man spürt ein unangenehmes Druckgefühl und die Augen sind lichtempfindlich. Symptome, die rund 20 bis 25 Prozent der Patienten beim Augenarzt kennen. Sie leiden an einem trockenen Auge. Im Unter- und Oberlid der Augen sowie in der Bindehaut befinden sich Drüsen, die durch Schleimproduktion für die Stabilität des Tränenfilms sorgen. Wird die Produktion durch eine Entzündung gestört, gerät die Stabilität in ein Ungleichgewicht und führt dadurch zu einem trockenen Auge. “Die genaue Diagnose eines trockenen Auges ist nur möglich, wenn der Arzt die Hornhaut und den Tränenfilm untersucht”, erklärt Julia Heymanns, Optometristin und Klinikmanagerin des AUGENTIS Augenlaserzentrums in Berlin. “Dabei werden die Tränenfilmaufrisszeit und die Stabilität des Tränenfilms geprüft. Ebenso können wir mit einer Färbung des Tränenfilms Defekte in der Hornhaut feststellen oder die Tränensekretionsmenge bestimmen”.

So vielfältig die Untersuchungsmöglichkeiten sind, so unterschiedlich können die Ursachen für ein trockenes Auge sein. Begünstigt wird es durch langes Arbeiten am Bildschirm, weil dabei automatisch weniger Lidschläge gemacht werden. Außerdem schaden Klimaanlagen, Zugluft, trockene Raumluft, Zigarettenrauch und Luftverschmutzung dem Auge. Häufiger sind Kontaktlinsenträger betroffen. Es können aber auch körperliche Ursachen zu einem trockenen Auge führen: Hormonelle Veränderungen durch Schwangerschaft oder Wechseljahre sowie Krankheiten wie Rheuma oder Diabetes.

“Ein trockenes Auge kann temporär auftreten. Bei langfristigen Problemen muss es behandelt werden. Die Symptome können sich sonst verstärken und Hornhautveränderungen und Sehfehler zur Folge haben”, erklärt Julia Heymanns. Augentropfen, Augensprays oder Salben unterstützen die Heilung. Die Tränenwege können auch vorübergehend durch kleine Stopfen verschlossen werden. Die so genannten Punctum Plugs sorgen dafür, dass die Tränen länger im Auge bleiben.

Soweit muss es aber nicht kommen. Es gibt Möglichkeiten, einem trockenen Auge vorzubeugen. “Man sollte Räume mit Klimaanlagen meiden, häufig Lüften, auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten, öfter bewusst blinzeln, mindestens zwei Liter pro Tag trinken und bei der Arbeit vor dem Bildschirm kleine Pausen einlegen”, raten die Experten von AUGENTIS.

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